1. Allgemeines
Für den Einbau eines Münzprüfers benötigte ich die folgenden Komponenten:
1x Münzprüfer KAI-738C (20,99 Euro inkl. Versand)
1x 12V-Netzteil (2,87 Euro inkl. Versand)
1x Halbleiter Relais IXYS CPC1035N 1,2VDC 100mA (5,70 Euro inkl. Versand für 5 Relais)
2. Umsetzung
Der Münzprüfer sieht wie folgt aus und wird mit Anschlusskabel, Schrauben und Muttern geliefert.
Er verfügt an der Front über einen Münzeinwurf, einen Hebel, um eine klemmende Münze freizugeben und ein Auffangbecken für Münzen, die nicht angenommen werden. Der Münzprüfer verfügt (selbstverständlich ob des Preises) über kein Münzsammelfach.
Der Münzprüfer funktioniert mit 12V Gleichstrom. Das rote Kabel (Spannung) und das schwarze Kabel (Masse) vom 12V-Netzteil müssen mit dem roten Kabel (Spannung) und dem schwarzen Kabel (Masse) des Anschlusskabels des Münzprüfers verbunden werden. Ist dies geschafft, kann man den Münzprüfer auch schon testen. Man zieht das Fach bei „LIFT UP TO REPLACE“ hoch und steckt eine Euro-Münze hinein. Nunmehr prüft eine CPU im Münzprüfer, ob eingeworfene Münzen der Beispielmünze entsprechen. Ist dies der Fall, wird die Münze vom Münzprüfer unten hinausgeworfen (es gibt kein Münzfach). Eine falsche Münze wird im Schlitz unterhalb des Einwurfschlitzes wieder ausgeworfen.
Die Verbindung zwischen Münzprüfer und der I/O Platine ist anspruchsvoller. Ich war zunächst total verwirrt, weil nach der Anleitung lediglich ein Kabel ein Signal bei erfolgreich eingeworfener Münze sendet. Das Anschlusskabel besteht aus vier Kabel (rot = Spannung; schwarz = Masse; weiß = Münzsignalkabel; grau = Zählerkabel). Das graue Kabel benötigt man nicht – es setzt zudem eine weitere Platine voraus, die man erst noch erwerben müsste.
Von meinem Mikrotastern war ich aber gewöhnt, dass zwei Kabel für den Anschluss an eine I/O-Platine (Spannung und Masse) nötig sind. Zunächst habe ich mir also ein Multimeter besorgt, um die Spannung zu messen, die durch das weiße Kabel (Coin Signal Output) fließt, wenn eine Münze erfolgreich eingeworfen wird. Ich habe das rote Kabel des Multimeters an das rote Kabel (Spannung) gehalten und das schwarze Kabel des Multimeters an das weiße Kabel (Coin Signal Output). Die Daten, die ich vom Multimeter bekam, waren sehr verwirrend. Ich muss dazu sagen, dass ich auch ein super billiges Multimeter habe. Eventuell war der Bruchteil der Sekunde, in der der Kontakt geschlossen wird bei Einwurf der Münze zu kurz für den Multimeter, um verlässliche Werte zu erhalten. Die Theorie war, dass bei Einwurf der Münze eine kurze 12V Spannung durch das „Coin Output Signal“-Kabel fließt. Da habe ich mich aber mächtig geirrt. Der Multimeter zeigte Werte von 0,5V bis 2,5V an. Nach unzähligen Versuchen hat sich mein Multimeter so auf um die 1V eingependelt. Für meine weiteren Arbeiten habe ich daher zu Grunde gelegt, dass bei erfolgreichem Einwurf einer Münze eine Spannung von 1V durch das Kabel fließt.
Daher benötigte ich ein Relais. Das Relais sollte schon bei 1V einen anderen Schaltkreis schließen. Nach langer Suche habe ich das o.g. Relais gefunden und bestellt. Ich war zutiefst geschockt über die Größe des Relais. Es ist extrem klein.
Ohne die „dritte Hand“ und die dort angebrachte Lupe, wäre das Anlöten unmöglich gewesen.
Ich war auch froh, dass ich im Umgang mit dem Lötkolben etwas sicherer nach dem Bau der I/O-Platine war. Gleichwohl war das Verlöten der Kabel höchst anspruchsvoll. Das Relais verfügt über vier Pole. Ein weißer Punkt in einer Ecke auf der Vorderseite kennzeichnet den Ort, an dem die Spannung des Steuerschaltkreises angelötet werden muss. Hier habe ich eine 12V-Spannung vom Netzteil angelegt, das bereits den Münzprüfer mit Spannung versorgt. An den Pol darunter muss die Masse angelötet werden. Hier muss also das weiße Kabel vom Münzprüfer (Coin Output Signal) angelötet werden. An der anderen Seite des Relais – das ist der Schaltkreis, den das Relais steuern soll – habe ich ein Spannungs- und Massekabel von der I/O-Platine angelötet. Damit sollte sich folgender Ablauf ergeben: Bei erfolgreichem Einwurf einer Münze, fließt eine Spannung von 1V. Das Relais reagiert und schließt für einen Bruchteil einer Sekunde den zweiten Schaltkreis, der mit der I/O-Platine verbunden ist. Für einen Bruchteil einer Sekunde fließen hier mithin 5V (USB) Spannung durch. Dadurch kann die I/O-Platine eine Eingabe registrieren. Tatsächlich hat auch alles so funktioniert. Ich habe das ganze Relais auf der Kabelbox mit Heißkleber befestigt und mit Lüsterklemmen versehen.





